Form und Funktion

Geschwungene Formen an schmiedeeisernen Geländern oder Toren verdeutlichen die materiellen Eigenschaften von Metall. Unter Hitzeeinwirkung formbar, bietet Metall vor allem Festigkeit und Beständigkeit. Das macht es in vielen Bereichen unverzichtbar: in Technik, Bau oder Medizin. Klassische Gewerke sind Metallbau und Dachbau.

Schon seine Gewinnung wie auch die Bearbeitung sind kräftezehrende Unterfangen, die Geschick und Erfahrung erfordern. Bei der Bearbeitung entsteht ein Rhythmus aus Erhitzen, Schlagen, Abkühlen. Feuer und Wasser spielen dabei eine wichtige Rolle und machen Metallbearbeitung zu einer Arbeit mit den Elementen. 

Während sich der Frauenanteil in anderen Bereichen positiv entwickelt, etwa im Tischlerhandwerk, fehlt es im Metallbau an weiblichen Auszubildenden. Um dies zu verbessern, sind einige Veränderungen nötig, denn die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, ein gutes Betriebsklima und eine hohe Qualität in der Ausbildung sind längst nicht überall gegeben. Auch steht der Ausbildung im Handwerk oft im Wege, dass in Schulen und bei Eltern die Überzeugung herrscht, die Jugendlichen sollten in jedem Falle das Abitur erlangen und studieren. Dieser gesellschaftliche Trend bildet sich in hohen Abiturraten ab. Die ebenfalls gestiegenen Studienabbrecherquoten sprechen aber auch dafür, dass dieser Weg nicht für jeden jungen Menschen der richtige ist. Viele entscheiden sich nach dem Abitur, manchmal auch erst nach einem Studium, für eine Ausbildung im Handwerk. Die Wege ins Handwerk sind also vielfältig.